Zwerghühner

Zwerghühner

Zwerghühner: Klein aber Oho! Diese Tiere sind nicht nur vielfältig, sondern können auch zu anhänglichen, kleinen Heimtieren werden. Sie brauchen weniger Platz, sind aber dennoch nicht zu unterschätzen. Vor allem in der Stadt lebende Menschen, die ein wenig das Bauernhof-Feeling ins Eigenheim holen wollen, erfreuen sich die Zwerghühner einer ansteigenden Beliebtheit.

Zwerghühner InnenansichtZwerghuhn oder Huhn, es fängt immer an mit einer kleinen Geschichtsreise. „Zwerghühner“ behandelt auf den ersten Seiten nicht nur die Herkunft des Huhns, sondern zieht auch parallelen zu den heutigen Zwerghühnern.

Neben der Entwicklung, kümmert sich der erste Abschnitt auch um die Anatomie der Zwerghühner und ihre Sinnesleistung. Es wird genau beschrieben, wie ein typisches Zwerghuhn aussieht. Außerdem gibt es eine kurze Auflistung von verschiedenen Zwerghuhnrassen samt einer recht dürftigen Beschreibung. Zusätzlich gibt es noch Tipps für den reibungslosen Kauf.

Wie in jedem guten Buch zur Hühnerhaltung, widmet sich auch hier ein Großteil der Gestaltung von Stall, Auslauf und Ausstattung. Es gibt eine Art Kurzanleitung wie man das benötigte Zubehör selbst abändern kann, sodass es wirklich perfekt passt und allen Wünschen der Zwerghühner entspricht. Ebenfalls vorhanden, ist eine etwas vage Anleitung zum Stallbau in Eigenregie.

Zwerghühner InnenansichtBeim Futter lautet die Regel: die Mischung macht’s. Es wird einem ein guter Überblick geboten, sowohl was das Grundfutter, als auch das Weichfutter betrifft. Welche Nahrungsmittel ungeeignet für Zwerghühner sind, wird ebenfalls aufgelistet. Außerdem wird die Wichtigkeit von frischem, sauberem Wasser erläutert.

Auch Zwerghühner legen Eier, die sehr wohl auch zum Verzehr geeignet sind. Es wird erklärt, dass Anzahl und Größe der Eier von Rasse zu Rasse stark variiert. Es werden auch kurz jene Rassen erwähnt, die sich besonders gut als Nutztiere eignen.

Im letzten Abschnitt dreht sich alles um die Versorgung der Zwerghühner. Das fängt an bei der Stallpflege, geht über die Merkmale gesunder Tiere und endet bei einer kurzen, aber guten Beschreibung vom Ei zum Küken. Auch Krankheiten und wie man diesen vorbeugen kann, wird nicht ausgelassen.

Fazit

Zwerghühner Rückseite„Zwerghühner“ ist ein kompaktes Gesamtwerk, das wohl alle wichtigen Informationen enthält. Für jemanden, der ein kompletter Neuling auf dem Gebiet der Geflügelhaltung ist, ist es aber vielleicht zu oberflächlich gehalten. Dies könnte zu Fehlern zu Lasten der Hühner führen. In diesem Fall ist dieses Buch immer noch zu empfehlen, aber benötigt Ergänzung durch spezifischere Bücher über die Hühnerhaltung.

Titel: Zwerghühner

Auflage: 1. Auflage

Autor/in: Wilhelm Bauer

Verlag: Ulmer

Das HUHN

Das HUHN

Dieses Buch dreht sich genau um das, was der Titel verspricht: das Huhn selbst. Nicht mehr und nicht weniger. Wer nach einem Ratgeber zur Haltung oder Ähnliches sucht, ist hier allerdings falsch. Auf etwas über 200 Seiten erzählt und erklärt je einer der fünf Autoren in einem Kapitel alles was es übers Huhn zu wissen gibt. Angefangen bei der Evolution und Domestikation des Tieres und endend bei unseren heutigen Rassen, lässt „das HUHN“ nichts aus.

Noch vor dem ersten Kapitel präsentiert „das HUHN“ einen großartigen Überblick über das, was einem im Buch noch erwarten wird. Außerdem erklärt es sogleich wichtige Fachbegriffe, die einem im Laufe dieses Werkes noch über den Weg kommen werden. Man muss jedoch hinzufügen, dass so mancher erklärter Begriff wohl jedermann bereits geläufig sein sollte.

Das Huhn InnenansichtDaly widmet sich der Evolution und Domestikation des Huhns. Es werden die Vorfahren des uns bekannten Haushuhns beschrieben und Vergleiche zum heutigen Huhn gezogen, um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzulisten. Auch die geschichtliche und kulturelle Bedeutung des Huhns wird nicht ausgelassen, wenn auch nur kurz angesprochen. Jedoch muss man gestehen, dass das Huhn abgesehen von den (höchst verwerflichen) Hahnenkämpfen, kaum geschichtsträchtiges aufzuweisen hat. Zusätzlich zum Rückblick, zeigt Daly auch kurz die Zukunftsaussichten der Hühnerhaltung. Eingegangen wird dabei vor allem auf die Auswirkungen der Gentechnik.

Das Kapitel rund um Anatomie und Biologie strotzt nur so von Anschauungsmaterial, wie Skizzen vom Skelett und Zeichnungen verschiedener Kehllappen und Kämme. Was auch immer man sich unter Anatomie vorstellen mag, Rutland hat es abgedeckt. Auch das Fortpflanzungssystem von Hahn und Henne wird behandelt. Anschaulich und mit Fachwörtern ausgeschmückt wird nichts ausgelassen. Doch keine Angst! Jedes Fachvokabel wird ohne Umschweife erläutert.

Das Verhalten des Haushuhns ist jener Teil, der die meisten Seiten in Anspruch nimmt. Sei es, dass dieser Abschnitt von Dr. Hauber verfasst worden ist oder die Materie selbst, doch dieser Abschnitt liest sich am schwierigsten. Er wirkt ein wenig schwerfällig. Höchst detailliert, aber weiterhin verständlich beschreibt Dr. Hauber wirklich jedes Verhalten in jeder möglichen Situation in welche ein Huhn kommen kann. Dabei verweist er auch auf spezielles Verhalten, welches ein guter Hühnerhalter im Auge behalten sollte, da es auf Misshandlungen hindeuten kann.

Dass das Huhn dumm ist, wird in verschiedenen Beleidigungen mehr oder weniger galant impliziert oder schlichtweg so ausgedrückt. Das dem nicht so ist, führt Dr. Barber im Abschnitt über die Intelligenz und das Lernvermögen auf. Zusätzlich wird auch das Element der „Prägung“ als einer Art des Lernens aufgeführt. Unter dem Begriff „Lernen“ wird aber nicht nur das Erlernen gewisser Fähigkeiten durch die Artgenossen verstanden, sondern auch das gezielte Abrichten des Huhnes. Jeder Vorgang wird haargenau beschrieben. Dabei wird nicht darauf vergessen, dass man als guter Hühnerhalter vor allem das Huhn selbst verstehen muss.

Das Huhn InnenansichtSchlussendlich listet Cawthray eine Fülle an verschiedenen Hühnerrassen und -arten allesamt Kurzprofil auf. Die wichtigsten Merkmale und Informationen werden knapp, aber ausreichend beschrieben. Hinzu kommen pro Rasse ungefähr zwei Seiten, die eine kurze Übersicht über diese bieten. Dabei werden allgemeine Merkmale angeführt und die Haltung und Pflege beschrieben.

Das Buch endet mit einer langen Liste der Hühnerrassen.

Fazit

Das Huhn Rückseite„Das HUHN“ ist ein umfangreiches Werk für alle Hühnerinteressierte. Von der Geschichte über die Biologie bis hin zu den Rassen ist alles dabei. Dieses Buch macht keinen Unterschied zwischen Anfänger, Fortgeschrittener und Profi. Hier ist für jeden etwas dabei. Es ist wirklich jedem Hühnerhalter zu empfehlen, da man nicht nur über die Haltung Bescheid wissen sollte, sondern auch über das Tier selbst. Dieses Buch schafft es auf einer Ebene zu informieren, die jedermann verständlich sein sollte, ohne dabei wichtige Details auszusparen. Es gehört zweifellos in eines guten Hühnerhalter Bücherregal.

Titel: Das HUHN – Geschichte, Biologie, Rassen

Auflage: 1. deutschsprachige Auflage

Autor/in: Dr. Joseph Barber, Any Cawthray, Janet Daly, Dr. Mark Hauber, Catrin Rutland

Verlag: Haupt Verlag

Unsere ersten Hühner

Unsere ersten Hühner

„Unsere ersten Hühner“ richtet sich wie der Titel schon verrät an Anfänger. Das Buch will auf einfache Art Neu-Hühnerinteressierten alles Wissenswerte über Hühner, die Haltung, Eier und Gesundheit des Geflügels nahe bringen.

Da das Buch für Beginner gedacht ist, klärt es zunächst ein paar rechtliche Vorschriften ab. Es weist auf alles Mögliche, das man beachten sollte, hin. Damit ist nicht nur Gesetzliches gemeint, sondern auch gewisse Dinge, die man bezüglich einer guten Nachbarschaft berücksichtigen sollte.

Auch dieses Buch beschäftigt sich kurz mit dem Ursprung des heutigen Haushuhns. Konzentriert sich dabei aber mehr auf die Beziehung zum Menschen. Es weist auch auf die kulturellen Aspekte hin, geht aber nicht auf diese ein. Weiters ist auch die Biologie und Anatomie des Huhns nicht unbedingt detailliert, aber für einen Anfänger ausreichend beschrieben.

Unsere ersten Hühner InnenansichtHühner halten bedeutet Verantwortung übernehmen. Unter anderem heißt eine eigene Hühnerhaltung, dass der ganze Alltag umgestellt wird und, dass Spontan-Trips der Vergangenheit angehören. Die Autorin legt großen Wert darauf, dies Neulingen zu verdeutlichen. Eigene Hühner bringen Spaß, aber sind eben auch Arbeit.

Legeleistung, Fleischleistung oder die Optik, was der zukünftige Hühnerhalter sich von seinen Hühnern erwartet, ist ausschlaggebend für die Rasse, die er kaufen sollte. Zwar wird großer Wert darauf gelegt diese Information zu übermitteln, aber eine Auswahl an Rassen, die den Wünschen entsprechen, fehlt leider. Da die meisten Hobby-Hühnerhalter in der Regel das Schlachten meiden wollen und daher die Fleischleistung stark in den Hintergrund rückt, gibt es zur Auswahl dieser Art von Hühnern keinerlei Tipps in diesem Buch. Nur am Ende bei den Serviceseiten gibt es Literatur hierzu.

Relativ selten wird in Büchern dieses Genres der Hahn ordentlich behandelt. Dies mag daran liegen, dass oft die Eier der ausschlaggebende Grund für Viele sind. Ein Hahn, der eben keine Eier legt und als Lärmbelästigung verschrien ist, wird daher selten gewollt. Doch dieses Buch widmet sich dem Hahn erstaunlich genau. Es klärt außerdem den Irrglauben auf, dass befruchtete Eier nicht essbar sind.

Der Stall und der benötigte Auslauf wird gut beschrieben. Wobei deutlich mehr Wert auf einen Stall Marke Eigenbau gelegt wird. Es wird quasi komplett übersehen, dass man einen Stall (mittlerweile auch online) kaufen kann. Nicht selten verwenden Hühnerhalter gekaufte Ställe auch nur als so etwas wie eine Basis. Diese Grundlage wird dann nach allen Wünschen erweitert und ausgestattet.

Eine genaue Anleitung zum DIY-Stall gibt es zwar nicht, aber es wird angeführt wie groß der Stall zu seien hat, wobei es so etwas wie zu viel Platz nicht gibt. Des Weiteren werden auch die passenden Materialien für den Hühnerstall und die ideale Lage beschrieben. Da das Huhn auch viele Feinde hat, ist es für einen guten Hühnerhalter auch wichtig diese zu kennen. Denn nur vor dem bekannten Feind, kann man sich schützen. Wer diesem Kapitel folgt, kann eigentlich nichts wirklich falsch machen, wenn er sich um den Stallbau selbst kümmert. Es mangelt dazu generell an keinerlei Information und gibt ausreichend Tipps.

Während beim Stall auf DIY gesetzt wird, steht bei der Nahrung Alleinfuttermittel im Vordergrund. Dies bedeutet zwar nicht, dass es nicht ein paar Vorschläge zur Ergänzung dieser gibt, lässt aber irgendwie keine klare Linie durch diesen Ratgeber hindurch erkennen.

Ein unerwarteter, wenn auch kurzer Part, ist jener, der sich mit Luxus für Hühner beschäftigt. Damit sind keineswegs teure Artikel gemeint, die meist ohnehin mehr dem Mensch, als dem Tier imponieren. Es geht dabei um Kleinigkeiten, die beinahe jeder herbeischaffen oder erzeugen kann, um für etwas Abwechslung zu sorgen. Es ist eine angenehme Überraschung, derartiges in einem zunächst simpel scheinenden Buch zu finden.

Zur Reinigung des Stalles gibt es ein äußerst detailliertes Kapitel. Von einer Liste jener Dinge, die man unbedingt braucht, zum Vorgang selbst ist alles dabei. Weiters werden die besonders wichtigen Aspekte des Säubern hervorgehoben, sodass man diese keinesfalls übersieht.

Unsere ersten Hühner InnenansichtBei der Eierkunde wird vieles, dass in so manch anderem Buch angeführt wird, ausgelassen, aber alles Notwendige für Anfänger kommt vor. Genauso gibt es viele Tipps dazu wie man die Legeleistung beeinflusst. Außerdem wird der übliche Frischetest, der sich in jedem guten Hühnerbuch befindet, hier ebenfalls angeführt.

Dieses Buch scheint sehr viel Wert darauf zu legen, zu übermitteln, dass das Huhn weit mehr als ein Nutztier ist. Kein Wunder, dass es daher eigens ein Kapitel darüber gibt, wie man eine Beziehung zu seinen Hühnern aufbaut.

Zum Thema Gesundheit, hat die Autorin eine eindeutige Meinung: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Ein Standpunkt, den alle guten Hühnerhalter vertreten sollten. Krankheiten selbst werden daher weniger genau, als die gezielte Prävention dieser besprochen. Es fehlt aber nicht an einer Liste, wie man erkennt, ob das liebste Federvieh krank oder gesund ist.

Leider werden Küken in „Unsere ersten Hühner“ beinahe komplett vergessen. Diesem Teil mangelt es deutlich an Informationen. Brutapparate werden vollkommen ausgelassen. Nicht einmal das Schlüpfen wird ausreichend beschrieben. Häufig wird aufgelistet, was die Kleinen zusätzlich brauchen und was zu beachten ist, aber hier wird dies mit keinem Wort erwähnt.

Fazit

Unsere ersten Hühner RückseiteDieses Buch ist klar für Anfänger. Es überfordert nicht mit Fachwörter und ist recht einfach gehalten. Leider wirkt es auch ein wenig unstrukturiert. Bei einem Ratgeber, der sich speziell an Beginner richtet, würde man eine Liste von pflegeleichteren Anfängerrassen oder ähnliches erwarten, aber hier findet man nichts dergleichen. Ansonsten liefert es alles Nötige, was ein Neuling so wissen muss. Manchmal übertrifft dieses Buch auch die Erwartungen, in dem es Abschnitte enthält, die sonst kaum vorkommen. Ob diese Teile so wichtig sind, bleibt jedem selbst überlassen zu entscheiden. Manche werden es mögen, manche als unnötig erachten. „Unsere ersten Hühner“ ist eindeutig ein gutes Starterbuch, wird aber eventuell auf Dauer Unterstützung detaillierterer Bücher benötigen.

Titel: Unsere ersten Hühner

Auflage: . Auflage

Autor/in: Anne-Kathrin Gomringer

Verlag: Ulmer

Stolze Hähne und fleißige Hennen

Stolze Hähne und fleißige Hennen

„Stolze Hähne und fleißige Hennen“ ist ein recht dünnes Buch, dass einem Anfänger einen groben Überblick über die Hühnerhaltung als Hobby gibt. Allmer erklärt ein wenig über die Biologie der Hühner. Er gibt Tipps und führt Regeln an, die ein neuer Hühnerhalter einhalten sollte, damit der Spaß mit den ersten eigenen Hühnern nicht schiefgeht. Letztlich geht es im Buch um die Grundsätze der Hühnerhaltung.

Wie sooft beginnt auch „Stolze Hähne und fleißige Hennen“ mit einem kurzen Überblick über die Geschichte des Huhns, sprich die Entwicklung vom Wildhuhn zum Haushuhn. Doch Allmer geht hierbei wesentlich mehr auf den Ursprung ein, als es in vielen anderen Büchern über die Hühnerhaltung der Fall ist. Er spricht auch die Farbgebung des Gefieders an.

Stolze Hähne und fleißige Henen InnenansichtWas man sich von seinen zukünftigen Hühnern erwartet, beeinflusst maßgeblich, für welche Rasse(n) man schlussendlich kauft. Dieses Buch liefert ein paar Vorschläge diesbezüglich, obwohl es außergewöhnlich wenig verschiedene Hühnerrassen behandelt. Ebenfalls ungewöhnlich ist, dass die Einteilung der Hühner nach Nutzen erfolgt. So selten diese Gliederung auch sein mag, umso hilfreicher ist diese sicherlich für Anfänger. So kann man mit Leichtigkeit das richtige Huhn finden.

Glückliche Hühner brauchen den richtigen Stall und ausreichend Auslauf. In „Stolze Hähne und fleißige Hennen“ wird daher auch angegeben wie ein guter Hühnerstall generell aussehen sollte und wie man diesen in Schuss hält. Des Weiteren gibt Allmer Hinweise zur perfekten Stalleinrichtung.

Genauso wie der Stall selbst, wird der für Hühner so wichtige Auslauf angeführt. Nichts über die benötigte Fläche, die Beschaffenheit des Zauns, den Rasen und das wichtige Staubbad wird ausgelassen. Genau, aber ohne sich in Details zu verlieren wird alles notwendige erklärt.

Da dieses Buch sich an Anfänger richtet, gibt es ein ausführliches Kapitel über den Kauf der ersten eigenen Hühner. Es gibt Empfehlungen welche Hühner für Anfänger am besten geeignet sind: Junghennen im Allgemeinen. Ebenfalls ein wichtiger im Buch vorkommender Part sind die Erklärungen von verschiedensten Begriffen und Codes, die einem beim Kauf unterkommen können. Außerdem gibt es eine genaue Beschreibung wie man ein gesundes Huhn erkennt. Denn auch wenn man sich, gerade als Einsteiger, beim Kauf gerne auf den Verkäufer verlassen möchte, sollte man sich dieses Wissen aneignen. Einfach um auf Nummer sicher zu gehen.

Gerade, da das Buch als erste Hühner Junghennen empfiehlt, gibt es ein umfassendes Kapitel über das Heranwachsen von Hühnern mit Schwerpunkt auf das weibliche Geschlecht. Vor allem die Hackordnung wird hierbei genau erklärt, wobei dieser Teil, der einzige ist, der auch über die Hähne erläutert wird.

Erstaunlich für ein Buch dieses geringen Ausmaßes ist, dass das Schlachten nicht ausgespart wird. Auch wenn der Vorgang selbst nur als Notwendigkeit, die früher oder später auf einen Hühnerhalter zukommt, erwähnt wird und keine Erklärung vorkommt, ist es dennoch bemerkenswert, dass diese unangenehme Sache überhaupt beschrieben wird. Zusätzlich verweist Allmer darauf, dass es beim Schlachten das Beste ist, zunächst bei einem erfahrenen Hühnerhalter in die Lehre zugehen. Ein Punkt, dem ich nur zustimmen kann. Keine Erklärung in einem Buch, kann einen darauf so gut vorbereiten, wie ein anderer Hühnerhalter.

Stolze Hähne und fleißige Henen InnenansichtWeil das Haushuhn Eier legt, findet auch die Eierkunde ihren Weg in „Stolze Hähne und fleißige Hennen“. Allmer beantwortet alle wichtige Fragen rund ums Ei: Wie lange bleiben Eier frisch?, Woran erkennt man, ob ein Ei alt ist? und mehr. Zusätzlich werden einem einige Rechtsvorschriften zur Kennzeichnung von Eiern, die eigentlich im Einzelhandel Anwendung finden, zur Orientierung gezeigt. Ergänzend gibt es auch Empfehlungen bezüglich der richtigen Lagerung von Eiern.

Da das Ei aber weit mehr, als nur Nahrung für den Menschen ist, gibt es auch ein umfangreiches Kapitel über Küken. Angefangen bei der Entstehung über den Vorgang des Schlüpfen zu den wesentlichen Elementen, die ein Kükenstall braucht. Hierbei wird einem auch eine Anleitung, wie man einen einfachen Durchleuchtungskasten baut, zur Verfügung gestellt. Dieser ist besonders wichtig, da nicht jedes Ei für die Brut taugt.

Zur Ernährung und dem Futter der Hühner gibt es ebenfalls eine Anleitung. Hierbei werden alle Zutaten für eine eigene Futtermischung angeführt. Mit diesen genauen Prozentangaben wie viel wovon ins Futter muss, kann einem kein Fehler passieren. Da eine eigene Futtermischung, aber viel Zeit und Arbeit braucht, wird auch das industrielle Futter nicht ausgelassen. Es wird darauf eingegangen, was in gutem Futter vorhanden sein sollte und was man zusätzlich noch beimengen kann, damit es den liebsten Hühnern noch besser schmeckt.

Letztlich spart dieses Buch auch nicht die Tatsache aus, dass Hühner auch krank werden. Es wird angeführt woran man generell erkennt, dass dem Huhn etwas fehlt. Wer allerdings eine Auflistung von Krankheiten und Prävention dieser erwartet, wird enttäuscht. Außer der Vogelgrippe, wird keine Krankheit oder Infektion erwähnt. Lediglich vor Federpicken und Kannibalismus wird gewarnt. Als Universallösung scheint Allmer Sauberkeit zu sehen, denn das ist das einzige, das zur Vorbeugung von Schädlingen und Krankheiten erwähnt wird.

Fazit

Stolze Hähne und fleißige Henen Rückseite„Stolze Hähne und fleißige Hennen“ liest sich größtenteils so, als wolle es einen auf eine Gedankenreise durch die ersten ein, zwei Jahre als Hühnerhalter führen. So nett diese Idee auch scheint, fehlt es diesem Buch leider oft an detaillierten Beschreibungen. Brauchbar ist dieser Ratgeber daher nur für jene, die noch nicht sicher sind, ob sie wirklich Hühner wollen. Dieses Buch dringt nicht tief genug in die Materie ein, um einem Anfänger alles Notwendige zu erklären, aber bietet einen guten Überblick darüber, worauf man sich beim Hühner halten einlässt. Hat man sich dann fix für die eigene Hühnerhaltung entschieden, sollte man zusätzlich noch andere Bücher über die Hühnerhaltung zu Rate ziehen.

Titel: Stolze Hähne und fleißige Hennen

Auflage: 1. Auflage

Autor/in: Frank Allmer

Verlag: CADMOS

Hühner halten

Hühner halten

„Hühner halten“ ist laut Einband selbst das absolute Praktikerbuch und ein Muss für jeden Hühnerhalter. Zugegebenermaßen ist es dies irgendwie auch laut der gesamten deutschsprachigen Hühnerhalterschaft. Dementsprechend sind die Erwartungen an dieses kompakte Universalwerk groß. Zweifellos bietet es das nötige Fachwissen zur Hühnerhaltung. Vom Körperaufbau und Verhalten über Haltung und Zucht bis zu Geflügelprodukten selbst ist alles dabei.

Durch das Buch zieht sich ein unübersehbarer, roter Faden. Das Finden eines gewünschten Themas ist aufgrund dessen sowohl im Inhaltsverzeichnis, als auch mittels Register ein Leichtes.

Wie die meisten Übersichtswerke, fängt auch dieses zunächst mit ein paar Seiten über die Vorfahren des uns bekannten Haushuhns an. Darauf folgt ein Abschnitt über die verschiedenen Typen und Rassen. Dabei wird auch kurz erklärt, welche Rasse und wie viele Hühner nach gewünschten Kriterien benötigt werden. So wird die Auswahl nach Nutzungsart, Platzverhältnissen und persönlichem Geschmack unterschieden. Auch wenn dieser Part recht spärlich erscheinen mag, so wird er in späteren Abschnitten genauer erläutert.

Hühner halten InnenansichtEs folgt ein langes, aber gut gegliedertes Kapitel über den Körperaufbau des Huhns. Dabei arbeiten sich die Autoren sozusagen von außen nach innen vor. Zunächst wird das äußere Erscheinungsbild erläutert. Besonders hilfreich für den Kauf selbst, wenn auch nur kurz erwähnt, sind hierbei die angeführten Beurteilungskriterien für gute Legehennen. Folgend widmet das Buch sich dem Skelett, den Sinnen, der Atmung und dem Verdauungsapparat des Huhns. Vor allem die Muskulatur samt Muskelaufbau wird kaum erwähnt. Auch die Geschlechtsorgane kommen zu kurz.

Folgend dem roten Faden wird auf das Verhalten genauer eingegangen. Was dieses Buch vielen anderen voraushat, ist die nähere Beschreibung der Mutter-Kind-Beziehung. Vom Schlüpfen bis zur Trennung wird alles kurz beschrieben. Die Phase der Prägung, von der wohl jeder schon gehört hat, wird nicht ausgespart, aber nur sehr dürftig erklärt. – Ein weiteres Opfer, um das Buch so klein und kompakt wie möglich zu halten.

Ein durchaus besser erklärtes Kapitel ist jenes über die sogenannten Unarten wie Federpicken, Eierfressen und Eierverlegen und wie man diesen vorbeugen kann. Nicht nur das dieser Teil ausführlich über mehrere Seiten erläutert wird, er ist sicherlich nicht nur für Anfänger interessant, sondern auch bereits erfahrene Halter können davon profitieren.

Hühner halten InnenansichtEin Großteil des Buches dreht sich um die Haltung von Legehennen. Unterstützt mit zahlreichen und auch für den Laien verständlichen Grafiken wird der richtige Stall(auf)bau dargestellt und beschrieben. Welches Material wofür zu verwenden ist, wird ebenfalls angesprochen. Besonders von Vorteil ist die Tabelle, die einem zeigt wie groß der Stall bei so und so vielen Hühnern mindestens sein sollte. Es wird ausnahmslos auf alles was zu einem Stall dazugehört eingegangen. Mal mehr, mal weniger genau – so wie im gesamten Buch.

Zur Brut und Zucht ist durchaus ausreichend Information für Anfänger vorhanden. Ein jahrelanger Profi wird damit aber nur herzlich wenig anfangen. Es wird also abermals ein guter Überblick geboten, doch die Details reichen wohl kaum für einen wahren Züchter.

Über Krankheiten und deren Prävention ist alles nötige vorhanden. Sogar eine Liste von allerlei Medikamenten, die man stets Zuhause haben sollte, ist gegeben.

Wirklich interessant und herausragend wird „Hühner halten“ erst auf den letzten Seiten. Hier führen die Autoren Themen an, die selten bis gar nicht in anderen Büchern über die Hühnerhaltung vorhanden sind. Alles über das Ei (als Nahrungsmittel) und Fleisch des Tieres wird erklärt. Letztlich werden sogar einige Rezepte mit Geflügelprodukten angegeben.

Großes Lob auch dafür, dass das Schlachten nicht ausgespart wird. Nicht nur das dieses Kapitel erstaunlich gut erklärt ist, auch das Rupfen und Ausnehmen der Tiere ist beschrieben. Ein Teil, der in den meisten Büchern nur allzu gerne ausgespart wird. Ich kann mir nur vorstellen, dass dies daran liegt, dass die meisten Neu-Hühnerhalter von dem unschönen Ende nichts wissen wollen. Doch wenn es dann so weit ist, dann wird man froh darüber sein, dass man zumindest ein Buch besitzt, dass dieses heikle Thema nicht weglässt.

Fazit

Hühner halten Rückseite„Hühner halten“ ist ein Buch mit Hochs und Tiefs. Einerseits erfüllt es in manchen Punkten die Erwartungen und übertrifft sie manchmal sogar, doch leider enttäuscht es auch. Ich kann leider nicht voll und ganz den Lobpreisungen dieses Werkes zustimmen. Zugegebenermaßen ist mir kein derartig kompaktes Sachbuch, das dennoch so viele Informationen besitzt, wie dieses, untergekommen, das bedeutet aber nicht, dass es perfekt ist. Meiner Meinung nach, sollte man entweder ein paar Informationen ganz streichen und dafür anderes mehr ausbauen und so eventuell zwei kompakte, aber auch nichts auslassende Werke zu schaffen oder aber man vergisst das Kompakte und bindet eben so alle Informationen in ein Buch ein. Im jetzigen Zustand ist es irgendwie alles und nichts zugleich.

Als schnelles Nachschlagewerk ist es durchaus zu empfehlen. Für Anfänger taugt es allerdings höchstens als Ergänzung, da es viele Informationen, aber wenig Details liefert. Ohne Zusatzmaterial kann dies bei Einsteigern schnell zu Fehlern und Verwirrung in der Hühnerhaltung führen. Des Weiteren sollten gerade Neulinge auch Wissen über die Tiere selbst besitzen und dieses kommt hier zu kurz. An sich wäre das für ein Buch über Hühnerhaltung nicht so schlimm, würde nicht gerade damit für dieses Buch geworben werden. Letztlich muss aber jeder selbst entscheiden, ob er dieses Buch braucht.

Titel: Hühner halten

Auflage: 6. Auflage

Autor/in: Beate Peitz, Leopold Peitz

Verlag: Ulmer

Wachteln

Wachteln

Wachteln InnenansichtUnterstützt von über 100 Fotos und Zeichnungen gibt „Wachteln“ zahlreiche Informationen über Haltung, Zucht und Nutzen des liebevoll genannten Minihühnchens. Das Buch lässt sich grob in drei Bereiche und einen Teil mit Serviceseiten untergliedern. Ein umfangreiches Register und ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis erleichtern einem die Suche sowohl nach Themengebiet, als auch mittels Schlagwort.

Zu Beginn weisen Bernhardt und Kühne sogleich auf die essenziellen Fragen hin, die sich jeder stellen sollte bevor er sich Wachteln zulegt. Dies reicht von persönlicheren Fragen wie: „Habe ich genug Zeit für die richtige Pflege?“ zu „Zu welchen Bedingungen fühlen Wachteln sich wohl“, wobei über die objektiv beantwortbaren Gegenstände, sogleich in wenigen Wörtern aufgeklärt wird.

„Wachteln“ enthält neben vielen praxisnahen Informationen rund um die Tiere selbst, auch eine Anleitung zum Bau einer einfachen Gartenvoliere, eine Kurzbeschreibung für eine Transportbox Marke Eigenbau und einer Beschreibung zur Fertigung einer Schlupfbox. Die Anweisungen sind simpel gehalten und somit für jeden verständlich. Mag manches dadurch etwas ungenau wirken („tief graben“ – Wie tief ist tief?), ist es dennoch auch für den Laien möglich auf diesem Wege ein Heim für die Minihühnchen zu schaffen.

Kurz und bündig wird sich im ersten Abschnitt den Wachteln als Ziergeflügel gewidmet. Alles Wissenswerte zur Unterbringung, Verpflegung und Zucht wird zumindest oberflächlich angeschnitten. Es bietet somit eine gute Übersicht, es mangelt aber somit an Details. Allerdings werden einige Einzelheiten, vor allem bezüglich der Fütterung, später im Abschnitt über die einzelnen Wachtelarten selbst, näher erklärt. Da die verschiedenen Wachtelarten oft unterschiedliche Bedürfnisse haben, ist dies wohl die einzig sinnvolle Aufteilung.

Wachteln InnenansichtImmer wieder werden mittels eines gelben Kästchens markiert Hinweise und Zusatztipps angeführt. Dieses Design erinnert stark an alte Schulbücher, die in diesen Vierecken schwieriges Wissen und langweilige Zahlen interessant erscheinen lassen wollten. In diesem Fall werden aber meist jene Informationen verpackt, die besonders wichtig für Anfänger sind, da hier häufig Fehler passieren.

Da sich die Autoren durch den gesamten Ratgeber hindurch auf ihre eigene Erfahrung beziehen, kommt leider das Kapitel über die Krankheiten etwas zu kurz. Sie betonen, dass durch (ihre) saubere Haltung, ihnen keine Krankheiten untergekommen seien. Dies ist zwar durchaus möglich, dennoch wäre eine ausführlichere Beschreibung, vor allem zur Bekämpfung von Parasiten, wünschenswert.

Auf über 40 Seiten wird gewissenhaft auf acht Wachtelarten eingegangen. Dies sind keineswegs alle, aber es deckt die bekanntesten Arten im deutschsprachigen Raum ab. Zu jeder Art werden unter anderem Informationen über Herkunft, Merkmale und Zucht geliefert.

Beschriebene Wachtelarten:

  1. Chinesisches Zwergwachtel
  2. Japanische Legewachtel
  3. Europäische Wachtel
  4. Harlekinwachtel
  5. Virginiawachteln
  6. Straußwachtel
  7. Montezumawachtel
  8. Kalifornische Schopfwachtel

Auch wenn alle Arten durchaus exakt beschrieben werden, so wird die japanische Legewachtel am genauesten angeführt. Ihr allein werden über 20 Seiten gewidmet.

Schlussendlich widmet sich das Buch auch noch der Farbvererbung bei Wachteln, was gerade bei Ziergeflügel nicht unwichtig ist zu verstehen. Es handelt sich um eine simple Einführung, welcher jeder, der in der Schule im Biologieunterricht aufgepasst hat, mit Leichtigkeit folgen kann. Zum weiteren Verständnis dient „Wachteln“ auch mit einigen Tabellen, welche die Erbgänge auflisten. So wird die trockene Theorie der doch schweren Materie etwas aufgelockert.

Fazit

Wachteln Rückseite„Wachteln“ ist sowohl für Einsteiger des Wachtelhaltens, als auch fortgeschrittene Geflügelhalter geeignet. Anfänger können, wie meist in einem Allrounder, alles verwenden, Erfahrene finden vermutlich nur die auf die Zucht und einzelnen Arten bezogenen Kapitel hilfreich und interessant. Durch die zahlreichen Skizzen und Pläne, sowie die Bilder aller Wachtelarten ist dieses Buch nicht nur informativ, sondern bereitet das Thema auch noch abwechslungsreich auf. Es bietet einen guten Überblick und ist sicherlich eine hervorragende Starterlektüre, die auch noch später zum Nachschlagen verwendet werden kann. Hat man aber schon jahrelange Erfahrung mit Wachteln ist dieses Werk vermutlich zu simpel und allgemein gehalten.


Links: Wachteln halten – Japanische Legewachtel

Titel: Wachteln

Auflage: 1. Auflage

Autor/in: Friedel Bernhardt und Armin Kühne

Verlag: Ulmer