Projektbuch: Tierfreundlicher Garten

Projektbuch: Tierfreundlicher Garten

Hallo erstmal! Wie ihr am Titel vielleicht schon erkennt, ist dieses Buch anders als alle anderen Bücher. Es geht nämlich nicht um Hühner. Dieses Buch ist für all diejenigen, die ihren Garten zu einem Paradies für sich selbst und die Natur um sie herum machen wollen. Und nun ohne längere Umschweife, die Buchrezension:

„Projektbuch: Tierfreundlicher Garten“

Bärbel Oftrings „Projektbuch: Tierfreundlicher Garten“ will nichts vom englischen Rasen hören, sondern das Wilde der Natur wieder in unsere Gärten bringen. Penibel gestutztes Grün und ein Garten mit nur einer einzigen Pflanzenart hat nichts mit Natur zu tun. Vielfalt macht die Natur schön und das will Oftring in ihrem Buch nicht nur klarstellen, sondern auch Anregungen, Tipps und Tricks liefern, damit die wahre Natur im eigenen Garten wieder Einzug hält.

„Projektbuch: Tierfreundlicher Garten“ ist in sechs große Abschnitte unterteilt, wobei der erste Teil sich nur über ein paar Seiten erstreckt und erklärt, wieso es nicht nur nichts Schlimmes ist, wenn etwas Unordnung im Garten herrscht, sondern, dass das Wegkommen von Monokulturen essenziell für einen natürlichen Garten ist. Außerdem werden die wichtigsten Steckpunkte für einen gesunden Lebensraum für Tier und Mensch angesprochen und es gibt eine kurze, aber ausreichende Checkliste über die richtige Pflanzenauswahl.

Im zweiten Abschnitt dreht sich alles darum wie man die ungezähmte Natur (wieder) in den Garten bekommt und das mit ganz einfachen Mitteln. Von „Wie baue ich einen naturbelassenen Gartenzaun?“ über einer Anleitung zum eigenen Kompostplatz bis zu einer Liste von Wildpflanzen, die einem allerhand nützliche und, oder schön anzusehende Wildtiere in den Garten bringt.

Jeder der vier restlichen Abschnitte kümmert sich um Projekte speziell für eine bestimmte Tierart:

  • Projekte für Insekten & Co
  • Projekte für Vögel
  • Projekte für Igel & Co
  • Projekte für Wassertiere

Jeder Abschnitt berichtet zunächst von den Vorzügen und allgemeine Information der entsprechenden Tierart. Meist findet man auf diesen ersten Seiten auch kurz welche Pflanzen welchen Tieren besonders gut tun. Anschließend findet man auf zahlreichen Seiten DIY-Projekte damit die kleinen Wildtiere Einzug im eigenen Garten halten und sich besonders wohlfühlen. In nur wenigen Sätzen werden die Projekte Schritt für Schritt einfach für jedermann zum Nachmachen erklärt. Des Weiteren findet man auf jeder Seite „Mein Tipp“. Unter diesen findet man wie zu erwarten Tipps, meistens zu wie man die Projekte besser ausführen kann, in Stand hält oder noch gemütlicher für das Tier macht.
Letztlich endet jeder Abschnitt mit einer kleinen Pflanzenkunde.

Fazit:

„Projektbuch: Tierfreundlicher Garten“ ist ein liebes, einfach zu verstehendes Werk voller Ideen geschrieben auf eine Art, die einen sofort zum nächsten Baummarkt rennen lassen will, um als bald mit den kleinen Projekten anfangen zu können. Vor allem für Familien mit Kindern ist dieses Buch eine kleine Schatztruhe, die man sich leisten sollte.
Auch ich fand das Buch großartig und das obwohl normalerweise selbst die bebilderte IKEA-Bauanleitungen mich vor ein Rätsel stellen und meine Finger jegliche Funktion verlieren sobald irgendwo DIY draufsteht, weswegen ich derartigen Projekten eigentlich abgeschworen habe. Doch Oftring lässt die Projekte so einfach wirken, dass es selbst mich in den Fingern juckt, den kleinen Lebewesen im Garten etwas Gutes zu tun – oder es zumindest zu versuchen.
Kurzum, das „Projektbuch: Tierfreundlicher Garten“ bekommt von mir eine klare Kaufempfehlung.

Titel: Projektbuch: Tierfreundlicher Garten – 40 einfache Bau- und Pflanzenkonzepte

Auflage: 1. Auflage

Autor/in: Bärbel Oftring

Verlag: BLV Buchverlag

Aufs Huhn gekommen

Aufs Huhn gekommen

Wiedenmanns „Aufs Huhn gekommen“ wirkt auf den ersten Blick wie eines von vielen Büchern, welches Neulingen die Hühnerhaltung näherbringen will. Doch schon die kurze Zusammenfassung auf der Rückseite des Buches ändert diese Ansicht sogleich. „Aufs Huhn gekommen“ ist eine Mischung aus der eigenen Geschichte des Autoren mit seinen Hühnern und allgemeinen Informationen zur Hühnerhaltung selbst. Von Anfang an ist also klar, dass Wiedenmanns Buch anders ist.

Aufs Huhn gekommen InnenansichtDas Inhaltsverzeichnis ist einfach und übersichtlich aufgebaut, wenn auch die Auswahl zwischen was als Kapitelüberschrift und was als Beiname für das Kapitel gilt, manchmal etwas wahllos und unnachvollziehbar erscheint. So gibt es Kapitel wie „Verständigung unter Hühnern“ mit dem lieben Beinamen „Gakeln, gackern, knurren“, der durchaus logisch erscheint. Dann gibt es aber auch Kapitel wie „Vollendete Sklaven“ mit dem Beinamen „Die Beziehung zwischen Mensch und Huhn“. Meiner Meinung nach gehörte das genau umgekehrt. Denn wer käme schon darauf unter einem Kapitel mit dem Namen „Vollendete Sklaven“ mehr über die Beziehung von Huhn und Mensch zu erfahren? (Auch wenn der Autor bei dieser Kapitelüberschrift sich auf einen anderen Autoren bezieht und die Bezeichnung „vollendete Sklaven“ als unpassend hinstellt). Gut ist also, dass der Beiname der Kapitel  auch im Inhaltsverzeichnis aufscheint.

Das Vorwort, welches der Autor sich wehrt als Vorwort zu bezeichnen, jedoch alle Merkmale eines solchen aufweist, führt einen in die Geschichte des Autoren und seiner Hühner ein. Er erzählt von seinem Werdegang (und dem seiner Familie) von dem Besitz eines kleinen Hamstern zu einer Schar an Hühnern.

Darauf folgt, was ich als Vorwort 2.0 bezeichne, die Vorstellung der Hühnerfamilie Wiedenmanns. Er stellt jedes Huhn einzeln vor, samt Eigenheiten, Persönlichkeit und hübschen Bildern. Was mich persönlich nicht nur sehr amüsierte, sondern auch begeisterte. Dabei sei zu erwähnen, dass ein wichtiger Punkt für Wiedenmann ist, dass der Mensch versteht, dass Hühner genauso unterschiedliche Charaktere aufweisen, wie Hund und Katz.

Zu den Bildern generell ist zu sagen, dass die Fotos als Familienfotos niedlich und lieb anzusehen sind, aber für ein Fachbuch komplett ungeeignet und seltsam.

Aufs Huhn gekommen InnenansichtEin Kapitel, das mir zunächst Hoffnung gab, dass dieses Buch mehr als nur versucht anders zu sein, war das über das Huhn Quax, ein Hühnchen mit Behinderung. Zu meiner Enttäuschung ist das Kapitel sehr kurz und bietet nicht das, was ich mir erhofft hatte. Ich hatte darauf gebaut, dass sich Wiedenmann das traut anzusprechen, was eigentlich sonst niemand wirklich tut: Was tun bei einer Behinderung des Lieblingsgeflügels? Leider beschreibt Wiedenmann nur, dass sich Quax seltsam verhält und anfänglich ein paar Probleme bezüglich der Akzeptanz innerhalb der Familie hatte. Angemerkt sei hierbei, dass es dieses Problem nur von der menschlichen Seite der Familie gab.

Aufs Huhn gekommen RückseiteZu den anderen Kapitel ist zusagen, dass das Buch alles abhandelt, was alle anderen Einsteiger-Bücher auch behandeln, nur mit weniger Fachwissen und mehr Anekdoten Wiedenmanns über die eigenen Hühner. Von der Problematik mit verständnislosen Nachbarn und der Auswahl des richtigen Huhns über die Fütterung und Eier bis zur Verständigung der Hühner untereinander, sowie dem unausweichlichen Ende eines jeden Lebewesen, ist alles dabei.

Fazit:

Das Buch ist nett zu lesen, aber als Fachbuch ungeeignet. Einsteiger fangen mit diesem Buch allein sicherlich nichts an. Profis der Hühnerhaltung hingegen, werden sicherlich gelangweilt sein. Es scheint dieses Buch habe versucht auf freundschaftliche, familiäre Weise die Hühnerhaltung im Eigenheim jedermann nahe zu bringen, aber hätte dabei die Recherche außerhalb der eigenen Hühnerhaltung vergessen. Man hat das Gefühl nichts zu erfahren, was dem Autoren selbst nie passiert ist. Dieses Werk ist irgendwie etwas zwischen (biografischen) Roman und Fachbuch. Abschließend bleibt daher nur zu sagen, dass dieses mit lieben Anekdoten und zahlreichen Geschichten und Erfahrungsberichten gespickte Buch wohl eher etwas für Leseratten mit einer gewissen Affinität für Hühner ist.


Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Das Rezensionsexemplar wurde vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Titel: Aufs Huhn gekommen – Von glücklichen Hühnern und eigenen Bio-Eiern

Auflage: 1. Auflage

Autor/in: Roland Wiedenmann

Verlag: Kosmos

Dumonts kleines Lexikon der Hühner

Dumonts kleines Lexikon der Hühner

Dumonts kleines Lexikon der Hühner InnenansichtDumonts kleines Lexikon der Hühner wirkt, um ehrlich zu sein, auf den ersten Blick nicht sehr vielversprechend oder besser gesagt: Es verspricht so viel Information auf einmal und das trotz seines kleinen Formats, dass bei mir gleich alle Alarmglocken läuten. Denn die vergangenen Bücher haben mich gelehrt, dass je mehr ein Buch verspricht, desto weniger hat es.

Sieht man sich das Inhaltsverzeichnis an, wirkt es gut gegliedert und verspricht abermals alles Wissenswerte zu präsentieren. Die ersten 80 Seiten sind Allgemeinem über Hühnerhaltung, Körperbau und einer kleinen Erklärung diverser Fachbegriffe gewidmet. Auf den restlichen 200 Seiten gibt es eine Auflistung und Beschreibung von gefühlt jeder Hühnerrasse der Welt.

Im Vorwort gibt es eine liebe Einleitung über das Huhn und über die Bedeutung des Huhns, die weit über die eines Nutztieres hinausgeht. Wichtig ist auch die Erläuterung der Info-Box, die man bei jeder Hühnerart vorfindet, die einem die Herkunft, das Gewicht von Hahn und Henne, die Legeleistung und Farbe der Eier auf einen Blick zeigt.

Im Kapitel über die Hühnerhaltung im Allgemeinen findet man auf ungefähr 40 Seiten kurz und prägnant, aber ohne, dass man das Gefühl hat, dass etwas ausgelassen worden ist, alles Wissenswerte über die Unterbringung, Ernährung und Pflege der Hühner, Hühnereier, sowie die essenziellen Punkte der eigenen Aufzucht von Küken.

Die Autoren erklären für den Anfänger auf leicht verständliche Art den Körperbau und alles rund ums Gefieder. Zu beachten ist hierbei, dass alles sehr allgemein gehalten ist und sicherlich keinem, der sich für die Anatomie von Hühner mehr interessiert, ausreicht. Jedoch beugen die Autoren so einer Flut an Informationen vor, die den normalen Hühnerinteressierten verwirrt oder gar abschreckt.

Den Abschnitt über die Fachwörter samt Erklärung und Beschreibung dieser halte ich für besonders wichtig. Hervorragend ist hierbei auch, dass die meisten Fachwörter auch einen Seitenverweis haben, welcher anzeigt, wo man diesen Begriff noch genauer erläutert bekommt. So findet man beim Wort „Blätterkamm“ neben einer kurzen Erklärung auch eine Seitenzahl vor, die dem Leser zum Kapitel „Körperbau“ führt, wo jener Begriff detailliert beschrieben wird.

Dumonts kleines Lexikon der Hühner InnenansichtDas Buch gliedert die Hühnerrassen auf zwei Arten. Im Register findet man eine Aufteilung nach Großrassen und Zwergrassen.

Grundsätzlich aber – und dies auch detaillierter – gliedert das Inhaltsverzeichnis die Hühnerarten. Hier wird zwischen 5 Rassen unterschieden:

  1. Legerassen
  2. Fleischrassen
  3. Zwiehuhnrassen
  4. Kampfhuhnrassen
  5. Zierhühner

Bei jeder dieser fünf Rassen wird zunächst beschrieben, was die Hühner, die zu jener zählen eigentlich ausmacht. Darauf folgen alle Hühnerarten. Diese sind erstaunlich ausführlich beschrieben und mit schönen Bildner geschmückt, die all diese Tiere auf die majestätische Art zeigt, die ihnen gebührt. Wer sich jedoch eine punktgenaue Anleitung zur Haltung jedes Huhns samt aller Eigenheiten erhofft, wird enttäuscht. Es handelt sich ja immerhin auch nur um ein Lexikon.

Fazit

Dumonts kleines Lexikon der Hühner RückseiteSchlussendlich bleibt zu sagen, dass Dumonts kleines Lexikon der Hühner ein wahrer Schatz für Einsteiger, die sich noch nicht ganz sicher sind und einmal in die bunte und aufregende Welt der Hühner hineinschnuppern wollen, ist. Mich hat es trotz meiner anfänglichen Skepsis überzeugt und kann es wirklich nur empfehlen.


Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Das Rezensionsexemplar wurde vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Titel: Dumonts kleines Lexikon der Hühner – Aufzucht|Haltung|Rassen

Auflage: 1. Auflage

Autor/in: Tobias Pehle & Yara Hackstein

Verlag: DÖRFLER Verlag

Hühner – Auswählen|Halten|Pflegen

Hühner – Auswählen|Halten|Pflegen

Hühner InnenansichtDieses Buch behandelt drei für Hühnerhalter sehr wichtige Gebiete: Das richtige Aussuchen des Federviehs, wie man es versorgt und wie man des eigenen Huhns Verhalten richtig deutet.

Die Gliederung des Buches ist hervorragend. Zunächst ist es unterteilt in die drei Themen des Buches. Diese sind im Inhaltsverzeichnis abermals in drei Bereiche aufgeteilt . Der erste Teil enthält alle essenziellen Informationen auf einen Blick. Kurz und bündig findet man hier eine Übersicht über das Wichtigste des zweiten Teils inklusive eines Seitenverweis. Der zweite Abschnitt ist in mehreren Kapiteln unterteilt. Jedes Kapitel geht über eine Doppelseite. So hat man stets die gewünschten Infos buchstäblich auf einen Blick. Der dritte und letzte Teil enthält interessante Extras. Hier findet man auch zwei gut gemeinte Spieleideen für Kinder und Hühner. An sich eine ganz nette Idee und die Anleitung zum Selbermachen von Futterbrei ist sicherlich auch nützlich (und nicht nur für Kinder), aber inwiefern ein Futterball und-korb etwas für Kinder ist, ist mir schleierhaft.

Hühner InnenansichtDie einzelnen Kapitel für sich wirken im ersten Moment sehr oberflächlich. Tatsächlich ist es jedoch so, dass das Buch nur sehr stark aufgegliedert ist; das heißt, dass man sozusagen zu jedem Stichwort ein eigenes Kapitel vorfindet.

Der Abschnitt rund ums Aussuchen befasst sich unter Anderem mit der Abstammung des Haushuhns, klärt auch kurz rechtliches ab – wobei hierbei darauf geachtet werden muss, dass man sich auf derartig allgemeine Rechtsinformationen aus einem Buch nie ganz verlassen kann, da es immer Länderunterschiede geben kann – behandelt die Unterbringung und listet die nötige Ausstattung auf.

Unter „Versorgen“ findet man vor allem Informationen über die Nahrung. Es mangelt leider ein wenig an Informationen über die Stallreinigung. Dieses Kapitel ist eher dürftig beschrieben. Positiv anzumerken ist jedoch, dass Steinkamp nicht auslässt auch die für die Hühner notwendige Gesundheitsvorsorge anzuführen. Dieses Kapitel wird leider allzu oft ausgespart oder von Neu-Hühnerhaltern schlichtweg vergessen. Außerdem führt es auch die sechs häufigsten Hühnerkrankheiten an und erläutert kurz wie es zur Krankheit kommen kann und wie sie zu behandeln ist.

Das Buch wirbt auch mit QR-Codes, welche zu mehr Informationen und Filmen rund ums Huhn führen. Die Videos sind ganz nett und machen manches hier und da auch verständlicher. Besonders gut ist es, dass dieses Material aber nicht nur mittels QR-Code aufrufbar ist, sondern auch der Link angeführt wird.

Fazit

Hühner RückseiteFür Einsteiger ist dieses Buch sicherlich hervorragend, weil es auf wenig Seiten zu einem angemessenen Preis das Wichtigste kurz zusammenfasst. Zum Reinschnuppern ins Hühnerhalter-Dasein, reicht es zweifellos aus. Man bekommt einen guten Eindruck darüber, was auf einen als Hühnerhalter zukommt. Wer sich jedoch wirklich entschließt Hühner zu halten, braucht definitiv noch weitere Bücher oder muss sich online noch genauer schlau machen.


Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Das Rezensionsexemplar wurde vom Verlag zur Verfügung gestellt. – Mit freundlicher Unterstützung von Kater Balu. 😉

Titel: Hühner  – Auswählen|Halten|Pflegen

Auflage: 1. deutschsprachige Auflage

Autor/in: Anja Steinkamp

Verlag: KOSMOS Verlag

Hühner halten: Der Problemlöser

Hühner halten: Der Problemlöser

„Hühner halten“ listet die 100 häufigsten Fragen rund um die Hühnerhaltung auf und beantwortet sie möglichst praxisnah. Es ist mit einem ausführlichen Inhaltsverzeichnis, übersichtlich nach Themen geordnet, versehen. Zusätzlich gibt es auch noch ein Stichwortverzeichnis, dass nicht nur Probleme auflistet, sondern auch Pflanzen und ähnliches, das Hühner eventuell probieren und Krankheiten verursachen könnten.

Hühner halten - Der Problemlöser: 100 Fragen - 100 Antworten InnenansichtDas Buch geht gleich in der Einleitung auf das größte Problem bei der Erkennung von Missständen, Krankheiten und Verletzungen der Tiere ein: Hühner täuschen. Nicht weil sie es dem Hühnerhalter, vor allem den Neulingen, schwer machen wollen, sondern weil sie wie jedes Beutetier, keine Schwäche zeigen wollen. Schließlich wäre das in der freien Natur ihr sicherer Tod. Daher strebt dieses Buch nicht nur an bestehende Probleme zu beseitigen. Es will auch eine frühe Erkennung ermöglichen und strebt allen voran die Prävention an.

„Hühner halten“ ist in sozusagen in zehn Themen (Kapiteln) eingeteilt. Von der Nahrung über die Unterbringung zu Schädlingen bis zum Ei und der Aufzucht ist alles dabei. Die Einteilung nach Themen erscheint durchaus logisch. Dennoch hat das Inhaltsverzeichnis Vor- und Nachteile. Warum? Weil die Unterpunkte der Kapitel nach spezifischen Problemen eingeteilt sind. An sich schön und gut und stört auch nicht, wenn man das Buch einfach mal so durchliest. Hat man als Hühnerhalter ein Problem und kann es nicht wirklich benennen, sprich weiß den Fachausdruck dafür nicht oder kennt die eigentliche Ursache nicht, dann können einem Unterkapitel mit dem Namen „Meine Hühner sind lethargisch“ schon weiterhelfen. Will man sich aber lediglich über etwas Bestimmtes, wie Kokzidiose, informieren, dann wird einem das wohl weniger hilfreich erscheinen. Mit dem umfangreichen Stichwortverzeichnis hingegen, kommt man da schon weiter.

Jedes Unterkapitel ist gleich aufgebaut. Zunächst ist da das Problem. Dann wird dieses genauer beschrieben. Zuletzt folgt kurz und bündig, leicht verständlich, aber ohne viel auszulassen die Lösung. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass auch der Grund des Problems verstanden wird, um zukünftig derartiges zu vermeiden.

Hühner halten - Der Problemlöser: 100 Fragen - 100 Antworten InnenansichtZusätzlich zu der Flut an Informationen, ist das Buch auch mit vielen Bildern und netten Illustrationen gespickt. Das lockert das ganze etwas auf und macht es optisch ansprechender, doch erleichtert einem keinesfalls das Problem zu erkennen. Natürlich weiß jeder was ein tränendes Auge ist und versteht was bei dem Problem „Bei meinen Hühnern tränen die Augen“ gemeint ist. Dennoch wäre es wünschenswert die Probleme zum besseren Erkennen mit Fotos, Grafiken usw. darzustellen und nicht einfach irgendein Bild, dass wie in diesem Fall ein augenscheinlich gesundes Huhn zeigt. Gerade da Hühner versuchen Schwächen zu verstecken, wäre es doch so wichtig das Problem zu zeigen, damit ein Erkennen beim eigenen Tier leichter fällt. Natürlich, so ästhetisch und schön anzusehen wären die Bilder dann nicht mehr. Doch gerade bei einem Informations- und Nachschlagewerk sollte dies zweitrangig sein.

Fazit

Hühner halten - Der Problemlöser: 100 Fragen - 100 Antworten Rückseite„Hühner halten: Der Problemlöser“ ist ein großartiges Werk, das mit ein paar Verbesserungen sicherlich perfekt sein könnte. Doch man kann es in etwa damit vergleichen, dass man den perfekten Schuh hat, aber eben nur in Schwarz. Der passt zwar zu vielem, aber eben nicht hundertprozentig zu allem. Dennoch finde ich, dass Graham ein fabelhaftes Nachschlagewerk geschaffen hat, das Anfänger der Hühnerhaltung nicht überfordert und Profis nicht langweilt. Die Probleme sind praxisnah und keineswegs an den Haaren herbeigezogen, nur damit man eben genau 100 Stück schafft. Hat man einmal die richtige Seite gefunden, liegen alle Informationen und Hilfestellungen kompakt vor einem. Dieses Buch kann man wirklich JEDEM Hühnerhalter nur empfehlen.

Titel: Hühner halten: Der Problemlöser 100 Fragen – 100 Antworten

Auflage: 1. deutschsprachige Auflage

Autor/in: Chris Graham

Verlag: BLV Verlag

Zwerghühner

Zwerghühner

Zwerghühner: Klein aber Oho! Diese Tiere sind nicht nur vielfältig, sondern können auch zu anhänglichen, kleinen Heimtieren werden. Sie brauchen weniger Platz, sind aber dennoch nicht zu unterschätzen. Vor allem in der Stadt lebende Menschen, die ein wenig das Bauernhof-Feeling ins Eigenheim holen wollen, erfreuen sich die Zwerghühner einer ansteigenden Beliebtheit.

Zwerghühner InnenansichtZwerghuhn oder Huhn, es fängt immer an mit einer kleinen Geschichtsreise. „Zwerghühner“ behandelt auf den ersten Seiten nicht nur die Herkunft des Huhns, sondern zieht auch parallelen zu den heutigen Zwerghühnern.

Neben der Entwicklung, kümmert sich der erste Abschnitt auch um die Anatomie der Zwerghühner und ihre Sinnesleistung. Es wird genau beschrieben, wie ein typisches Zwerghuhn aussieht. Außerdem gibt es eine kurze Auflistung von verschiedenen Zwerghuhnrassen samt einer recht dürftigen Beschreibung. Zusätzlich gibt es noch Tipps für den reibungslosen Kauf.

Wie in jedem guten Buch zur Hühnerhaltung, widmet sich auch hier ein Großteil der Gestaltung von Stall, Auslauf und Ausstattung. Es gibt eine Art Kurzanleitung wie man das benötigte Zubehör selbst abändern kann, sodass es wirklich perfekt passt und allen Wünschen der Zwerghühner entspricht. Ebenfalls vorhanden, ist eine etwas vage Anleitung zum Stallbau in Eigenregie.

Zwerghühner InnenansichtBeim Futter lautet die Regel: die Mischung macht’s. Es wird einem ein guter Überblick geboten, sowohl was das Grundfutter, als auch das Weichfutter betrifft. Welche Nahrungsmittel ungeeignet für Zwerghühner sind, wird ebenfalls aufgelistet. Außerdem wird die Wichtigkeit von frischem, sauberem Wasser erläutert.

Auch Zwerghühner legen Eier, die sehr wohl auch zum Verzehr geeignet sind. Es wird erklärt, dass Anzahl und Größe der Eier von Rasse zu Rasse stark variiert. Es werden auch kurz jene Rassen erwähnt, die sich besonders gut als Nutztiere eignen.

Im letzten Abschnitt dreht sich alles um die Versorgung der Zwerghühner. Das fängt an bei der Stallpflege, geht über die Merkmale gesunder Tiere und endet bei einer kurzen, aber guten Beschreibung vom Ei zum Küken. Auch Krankheiten und wie man diesen vorbeugen kann, wird nicht ausgelassen.

Fazit

Zwerghühner Rückseite„Zwerghühner“ ist ein kompaktes Gesamtwerk, das wohl alle wichtigen Informationen enthält. Für jemanden, der ein kompletter Neuling auf dem Gebiet der Geflügelhaltung ist, ist es aber vielleicht zu oberflächlich gehalten. Dies könnte zu Fehlern zu Lasten der Hühner führen. In diesem Fall ist dieses Buch immer noch zu empfehlen, aber benötigt Ergänzung durch spezifischere Bücher über die Hühnerhaltung.

Titel: Zwerghühner

Auflage: 1. Auflage

Autor/in: Wilhelm Bauer

Verlag: Ulmer